10 Jahre “ASbH Landesverband Brandenburg e. V.

Beeindruckende Festveranstaltung mit zahlreichen Höhepunkten

Frau Gabi Franke, Vorstandsvorsitzende des Landesverbandes ASbH Potsdam
Frau Gabi Franke, Vorstandsvorsitzende des Landesverbandes ASbH Potsdam
Herr Högemann, Behindertenbeauftragter der Stadt Potsdam
Herr Högemann, Behindertenbeauftragter der Stadt Potsdam

Ein runder Geburtstag ist immer ein bedeutsames Ereignis. Wohl fast jedes Kind fiebert seinem 10. aufgeregt entgegen, und die meisten Erwachsene fürchten sich vor dem 40.

Der ASbH Landesverband Brandenburg e. V. ist am 27.03.2003 10 Jahre alt geworden und feierte dies am 29.03.2003 im Berufsbildungswerk gemeinsam mit fast 200 Gästen. Darunter waren Vereinsmitglieder, Klienten des ISB, ehemalige Kollegen, Zivildienstleistende und FSJlerInnen, Freunde und Förderer des Vereins sowie Vertreter aus den Verwaltungen und auch der Politik. Auch Vertreter des Bundesverbandes sowie von der ASbH Sachsen und Flamingo Berlin gehörten zu den Gratulanten.

Vertreter des Vorstandes und die Mitarbeiter des Vereins begrüßten ab 13.00 Uhr die Ankommenden zu einem Sektempfang und nahmen Glückwunsche, Blumen und Geschenke in Empfang, so z. B. von der ASbH-Gruppe Leipzig eine Spende von 200 €, von der Fachklinik Hohenstücken 250 € und von der Firma Tinmed 50 €.

Herr Kammann, Vertreter der Freimaurerloge “Toitonia zur Weisheit” und verlässlicher Freund der ASbH sprach kurz aber wirkungsvoll, prägte das Wort vom “Flachgeschenk” und meinte eine Privatspende in Höhe von 2000 €!

Die Firma “rehability” schenkte unserem Verein 10 Freikarten für eine Aufführung des Musikcal-Perfomance-Teams “Wheelchairica” in Karlsruhe. Die Gruppe besteht aus 15 Rollstuhlfahrern und 5 Fußgängern.

Frau Gabriele Franke, Vorsitzende der ASbH Brandenburg, eröffnete um 14.00 Uhr den Festakt und nahm in ihrer Rede sehr humorvoll die Schwierigkeiten, Nichteingeweihten den Vereinsnamen zu vermitteln, auf die Schippe. Eine Verkürzung auf “Spinale bifi” oder die Erhebung in den Adelsstand “von Spina” sind häufige Ergebnisse solcher Versuche.

Aber, wie später auch Minister Reiche ausführte, in “ASbH” steckt weit mehr drin, als draußen dran steht: A wie Angst, Abhängigkeit und Aufbruch, S wie Sozialamt, Selbständigkeit und Selbstbewusstsein, B wie Behinderung, Begutachtung und Begleitung und H wie Hilflosigkeit, Hilfe und Hoffnung.

In zum Teil sehr persönlichen Reden würdigten Herr Minister Steffen Reiche, der Landtagspräsident Herr Knoblich, Oberbürgermeister Jann Jacobs und der Vorsitzende des Bundesverbandes, Herr Seidenstücker, die langjährige engagierte und erfolgreiche Arbeit der ASbH in Brandenburg. Um diese zu unterstützen, übergab Herr Seidenstücker Frau Gabriele Franke für den Verein eine Spende in Höhe von 500 €.

Auch die Behindertenbeauftragten des Landes und der Stadt, Herr Kluge und Herr Högemann bedankten sich an dieser Stelle für die aktive Umsetzung zahlreicher Projekte für Menschen mit Behinderungen.

“Lieber ein Onkel, der was mitbringt, als eine Tante, die Klavier spielt” scherzte Herr Knoblich und übergab Frau Gabriele Franke eine Spende in Höhe von 150 €.

Herr Dr. Knoblich, Präsident des Brandenburger Landtages
Herr Dr. Knoblich, Präsident des Brandenburger Landtages
Herr Engels, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Brandenburg e. V.
Herr Engels, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Brandenburg e. V.
Herr Kluge, Behindertenbeauftragter des Landes Brandenburg
Herr Kluge, Behindertenbeauftragter des Landes Brandenburg
Herr Reiche, Minister für Bildung, Jugend und Sport
Herr Reiche, Minister für Bildung, Jugend und Sport
Herr Kahlau, Schirmherr des Projektes “Persönliche Assistenz”
Herr Thomas Kahlau, Schirmherr des Projektes “Persönliche Assistenz”
Herr Seidenstücker, Vorstandsvorsitzender des ASbH Bundesverbandes
Herr Seidenstücker, Vorstandsvorsitzender des ASbH-Bundesverbandes
Herr Kammann, Mitglied der Freimaurerloge Potsdam
Herr Kammann, Mitglied der Freimaurerloge Potsdam

Auch der Schirmherr des Projekts “Individuelle Schwerstbehindertenbetreuung – Persönliche Assistenz“ (ISB)” Thomas Kahlau überbrachte seine Glückwünsche und verband diese mit einem ganz persönlichen Dank für die Möglichkeiten, die ihm durch das Angebot der “Persönlichen Assistenz” der ASbH geschenkt wurden.

Einen sehr persönlichen Dank richtete Christoph Mehls an Tina Mäueler. Er überreichte ihr einen Blumenstrauß und freut sich schon sehr auf die Sommerreise nach Dänemark.

Kennen Sie Kerstin Rodger noch? Ende der 80er, junges, begabtes Mädchen, Rockpop - Sängerin, “Immer wieder Kribbeln”...

Die Begegnung mit einem ganz besonderen Jungen vor 17 Jahren hat sie verändert - ihr Junge, ihr Sohn – ein Kind mit Down–Syndrom.

“Liebe auf den zweiten Blick” war ihr erstes Lied für ihn und für uns an diesem Tag. “Liebe auf den zweiten Blick”, weil es die Wahrheit ist, obwohl auch er, wie sie sagt, die Liebe auf den ersten Blick verdient hätte.

So wurde sie die erste Sängerin, die es vermag, in zwei Sprachen gleichzeitig zu singen: Deutsch und Gebärdensprache. Der Tag war ein “Heimspiel” für sie. Sie war unter Menschen, denen sie nichts erklären musste.

Nach Art des “Traumschiffs” wurde der “Einmarsch der Torten” zu einem bewegenden Augenblick. Angeführt von einer großen Schokoladentorte, kostenlos vom Potsdamer Bäcker Braune zur Verfügung gestellt, wurden die schönsten Tortenspenden der Mitglieder und Mitarbeiter, geschmückt mit Feuer-fontänen und unter dem Beifall des Publikums durch den Saal getragen und damit das Kuchenbuffett eröffnet.

Nach dem Kaffeetrinken gratulierte das Theaterprojekt der ASbH mit einem Stück, direkt auf den Vereinsgeburtstag zugeschnitten und (um)geschrieben. Umgeschrieben, weil das Grundgerüst im Wesentlichen das Weihnachtsstück war, sich aber, wie die Akteure merkten, auch für andere Festivitäten eignet.

Die Gewinnauslosung der Tombola, zugunsten von Projekten der ASbH, wie der Integrationsreise und des Theaterprojekts, wurde u. a. von bekannten und weniger bekannten Olympiateilnehmern vergangener Jahre durchgeführt. Diese hatten sich zuvor schon als Losverkäufer betätigt. Udo Beyer, Gisela Baus und Stefan Kuske stifteten selbst kleine Gewinne, wie einen Handball oder einen Wimpel.

Auch Kerstin Roger stellte Ihre CD zur Verfügung, und der Mundmaler Thomas Kahlau spendete eines seiner Bilder. Daneben gab es zahlreiche Sachspenden von der Firma “Medical Service”, wie auch vom Restaurant “Zur Mühle” und dem Autohaus “ALP”.

Beim gemeinsamen Abendessen und anschließender Tanzmusik klang dieser schöne Tag langsam aus, von dem viele bewegende Momente unbeschrieben bleiben müssen, die aber denen im Herzen bleiben, die sie miterlebt haben.

Seitenanfang