“Alle sind anders” – Informations- und Mitmachprojekte für Schüler und Lehrer der ASbH

In der Zeit vom 28.04. bis zum 13.05.2007 beteiligte sich die Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und Hydrocephalus LV Brandenburg e. V. an den bundesweiten Projekten der Aktion Mensch zum “Antidiskriminierungstag” mit einem vielfältigen Aufklärungs- und Mitmachprojekt für Schüler und Lehrer zum Thema Leben mit Behinderung.

Die ersten Projekte fanden am 03. und 04. Mai in der Potsdamer Carl-Förster-Grundschule statt.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten im Rahmen ihrer Projekttage ein breit gefächertes Informationsangebot, viel Zeit für ganz persönliche Fragen, eine Literaturliste mit Kinderbüchern zur Thematik sowie zahlreiche andere Materialien. Eine Literaturliste für Lehrer stellten wir auch zur Verfügung.

Die Teilnehmer wurden darüber hinaus in sportlichen Projekten an den Umgang mit dem Rollstuhl herangeführt oder entwickelten im kreativen Bereich eine Collage zum Thema: “Behindert – na und?”.

Die Projekte wurden von Menschen mit Behinderungen durchgeführt. Sie konnten auf sehr authentische Weise Erfahrungen schildern und zu machende Erfahrungen begleiten.

Es wurden mögliche Ursachen und Folgen von Behinderung sowie Chancen des Umgangs damit thematisiert, entsprechend dem Alter der Schüler informierten wir über technische und institutionelle Hilfen, über gesetzliche Grundlagen sowie über die vielfältigen Formen der Selbsthilfe und die Möglichkeiten, sich selbst aktiv zu beteiligen (Zivildienst, Freiwilliges soziales Jahr, Ausbildung in sozialen Berufen).

Weitere Projekte fanden in der Otto-Nagel-Grundschule Saarmund, dem Evangelischen Gymnasium auf Hermannswerder sowie in der Bruno-H.-Bürgel-Grundschule in Babelsberg statt.

Soziale Teilhabe beginnt im Kopf. Entgegen dem in vielen Lehrplänen vorkommenden Thema “Menschen, die anders sind”, wollten wir mit unseren Projekten zum 5. Mai nicht das Andere, sondern das Gemeinsame betonen. Gemeinsam ist uns, dass wir Menschen sind und ebenso gemeinsam ist uns, dass wir verschieden sind. Jeder unterscheidet sich von jedem und nicht nur die einen sich von den anderen. So verstanden, kann das Andere die Neugier wecken, es nicht mehr zu bewerten, sondern einfach zu betrachten. Ein Dialog auf Augenhöhe kann beginnen.

 

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