Peer Counselor ISL

Vom 22.03.2007 bis 30.03.2008 nahm ich an der „10. Weiterbildung für behinderte BeraterInnen in Peer Counseling“ in Berlin teil. Diese Weiterbildung wurde vom „Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter“ (bifos e.V.) organisierten und in Zusammenarbeit mit der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL) durchgeführt.

Die Weiterbildung wandte sich an Menschen mit Behinderungen und / oder chronischen Erkrankungen. Die Teilnehmer/innen sollten sich bereits mit ihrer Behinderung bzw. Erkrankung auseinandergesetzt haben und über ein geeignetes Maß an Authentizität und Offenheit verfügen. Auch sollten sie in der Lage sein, sich mit der eigenen Biographie als Behinderte/r identifizieren zu können.

Erforderlich war insbesondere das Interesse an anderen behinderten bzw. chronisch kranken Menschen, diese zu verstehen und in ihren Bemühungen um ein selbstbestimmtes Leben zu unterstützen.

Da mir in unserem Verein in meiner jetzigen Tätigkeit als Sekretär für den Pflegedienst als auch die Kontakt- und Beratungsstelle zunehmend auch Beratungsaufgaben übertragen werden, mir dieses Spaß macht und ich auch künftig mehr in diesem Bereich wirken möchte, war die Teilnahme zur Qualifizierung unseres Beratungsangebotes für Menschen mit Behinderungen, im Sinne des Beratungskonzeptes „Gleiche beraten Gleiche“, für mich die Motivation der Teilnahme an dieser insgesamt einjährigen Weiterbildung.

Ich habe in dieser Zeit sehr viel über mich selbst, die Geschichte und Philosophie der „Selbstbestimmt Leben Bewegung“, die Methoden innerhalb einer -Peer-Counseling-Beratung, die Grundzüge der Beratungsmethoden, darunter Kommunikation, Klientenzentrierte Gesprächsführung, Systemische Beratung und Konfliktlösungsstrategien, die Methode der Persönlichen Zukunftsplanung, über Möglichkeiten des Umgangs mit der eigenen und anderen Behinderungen, Persönliche Assistenz, das Menschenbild in der Beratung (wie sieht der Berater den/die Ratsuchende/n und umgekehrt) oder über die Vernetzungsmöglichkeiten für Behinderten Berater/innen gelernt.

Die Weiterbildung fand an sechs Wochenenden mit je vier Tagen (Donnerstag Nachmittag bis Sonntag Mittag) statt.

Nach Abschluss der Weiterbildung erhielt jeder/ jede Teilnehmer/in, ein Zertifikat, welches dazu berechtigt, die Zusatzbezeichnung „Peer Counselor/in ISL“ zu führen.

Ich freue mich, dass auch ich diese Fortbildung mit dem Zertifikat abschließen konnte und nun die ASbH in Brandenburg in ihrer Beratungsarbeit „ Behinderte beraten Behinderte“ bzw. „ Gleiche beraten Gleiche“ unterstützen kann.

Man hatte die Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen, wenn:

An dieser Stelle möchte ich dem Team ASbH Brandenburg sowie der AOK als Förderer herzlich dafür danken, ohne die die Teilnahme an dieser Weiterbildung nicht möglich gewesen wäre. Maik Franke Mitarbeiter und Mitglied der ASbH LV Brandenburg e. V.

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