Regine-Hildebrandt-Preis 2003
Hurra, wir kriegen einen Preis!
Verleihung des “Regine-Hildebrandt-Preises der deutschen Sozialdemokratie”. Am 26. November 2003 fand im Willy-Brandt-Haus in Berlin die offizielle Verleihung des Regine-Hildebrandt-Preises der SPD statt.
Der Preis ist mit 20 000 € dotiert und wurde in diesem Jahr zum 2. Mal vergeben. Gewürdigt werden Vereine, Personen und Projekte, die sich im Sinne Regine Hildebrandts für Menschen in Ostdeutschland einsetzen und für soziale Gerechtigkeit eintreten. Insgesamt bewarben sich 36 ostdeutsche Initiativen, davon allein aus dem Land Brandenburg 18.
Wir sind dabei!
In diesem Jahr teilen sich den Preis zu gleichen Teilen das Frauenzentrum “Regenbogen” aus Döbeln und der ASbH Landesverband Brandenburg e. V.!
An der Verleihung nahmen circa 500 Gäste teil, darunter viele Freunde und Förderer der beiden Preisträger. Auch die Familie Regine Hildebrandts sowie Bundesverkehrsminister Stolpe ehrten mit ihrer Anwesenheit die Arbeit der Preisträger. Olaf Scholz, Generalsekretär der SPD, würdigte in seiner Eröffnungsrede das große Engagement Regine Hildebrandts für die Menschen in Ostdeutschland, ihren unerschöpflichen Optimismus und ihre kompromisslose Klarheit, wenn es darum ging, kritische Themen offen auf den Punkt zu bringen, nach dem Motto:
“Erzähl mir doch nich, dasset nich jet!”
Vieles ging mit ihrer Hilfe, und auch die diesjährigen Preisträgerinnen machen sich diese Haltung zum Prinzip. So hob Christine Bergmann, ehemalige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, in ihrer Laudatio für die ASbH das vielfältige Engagement unseres Vereins für alle Menschen mit Behinderungen im Land Brandenburg hervor. Anschließend nahmen Gabi Franke und Erika Stöcker aus den Händen von Olaf Scholz den Preis für die ASbH entgegen.
In ihrer Dankesrede erinnerte Frau Franke noch einmal an die Anfänge unseres Vereins und hob auch die Rolle Regine Hildebrandts in diesem Zusammenhang hervor, die den GründerInnen damals nicht nur Mut machte, sondern die sich konkret einbrachte und half.
Gern denken sie deshalb auch an die erste Vereinsweihnachtsfeier zurück, an der Frau Hildebrandt teilnahm. Sie kam unkompliziert mit den Menschen ins Gespräch und hatte keine Berührungsängste im Umgang mit den Familien...
Ein musikalisches Duo, das durch die Freundschaft der Sängerin mit einer Hildebrandt-Tochter eng mit der Familie verbunden ist, umrahmte die Veranstaltung gelungen mit frechen und nachdenklichen Liedern der 30er Jahre.
Im Anschluss an den Festakt begegneten sich die Gäste bei einem Glas Sekt und einem kleinen Imbiss im persönlichen Gespräch.
Bei der Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen für diesen Preis, die am Ende einen ganzen Aktenordner füllten, schwelgten wir viel in Erinnerungen und waren selbst ganz überrascht über die Vielzahl bunter Glanzlichter, die unsere Vereinsleben gesehen hat, darunter:
- die beliebten Integrationsreisen, wie nach Griechenland, Italien, Tschechien, Mallorca, Holland und Dänemark
- die begehrten Osterfreizeiten mit Selbständigkeitstraining
- interessante Seminare zu verschiedenen Themen für Familien, Jugendliche und Erwachsene
- das erfolgreiche Theaterprojekt
- das informative Schulprojekt “Toleranz durch Dialog”
- nicht zu vergessen die vielfältige Beratungstätigkeit der Kontakt- und Beratungsstelle
- sowie unser “mobiler ambulanter Dienst” für Menschen mit Behinderung, der in Potsdam und Umgebung ein umfangreiches Assistenzangebot zur Verfügung stellt