Unsere Reise ins Allgäu vom 26.07. bis 01.08.2010
Am 26.07.2010 trafen sich um 8.00 Uhr morgens in der Kontakt- und Beratungs-stelle der ASBH Brandenburg 11 Teilnehmer und Begleiter unserer diesjährigen Sommerreise. um das Allgäu zu erleben. Familie Popp hatte einige von uns bereits im vergangenen Jahr im schönen Weiler-Simmerberg begrüßt.
Unsere erste Pause machten wir 3 ½ Stunden später in der Raststätte Franken-wald in Bayern Hier komplettierten wir unsere Gruppe mit dem 12. Teilnehmer.
Nach einer sehr langen Fahrt, begleitet von kurzen aber heftigen Regengüssen, kamen wir erschöpft und hungrig nach ca. 11 Stunden im bayrischen Allgäu an. Wir hatten keine Mühe uns schnell für ein Abendessen im „Brauhaus“ Weiler zu entscheiden. So starteten wir genau an dem Ort, an dem auch im letzten Jahr unser Projekt Allgäuerkundung begann.
Nachdem sich alle wieder gestärkt fühlten, fuhren wir in unsere Ferienwohnung, um Quartier zu beziehen. Die meisten von uns fielen nicht viel später müde und zufrieden ins Bett.
Am ersten Morgen, machten wir uns nach einem gemütlichen Frühstück, auf den Weg in die Schweiz, zum weltberühmten Rheinfall bei Schaffhausen (Schweiz). Er hat eine Höhe von 23 Metern und eine Breite von 150 Metern. Bei mittlerer Wasserführung des Rheins stürzen im Rheinfall 373 Kubikmeter Wasser pro Sekunde über die Felsen Der Rheinfall ist von Fischen aufwärts nicht zu überwinden, außer vom Aal. Dieser schlängelt sich seitwärts (außerhalb des Flussbettes auf dem Lande) über die Felsen hoch.
Nach Erkundung des Rheinfalles und des Rheinfallbeckens, denn wir konnten ganz nah an diesen beeindruckenden Wasserfall heranfahren, begaben wir uns zu einer Schiffstour in einem offenen Boot, das mit uns hinein ins Rheinfallbecken und dann ein Stück den Rhein hinunter schipperte. Wir erfuhren vom Skipper dabei viel über die Geschichte des Flusses, seine Fische und Pflanzen, wie bspw. von Eiweiß bildenden Algen, die den Rhein wortwörtlich zum Schäumen bringen, sowie über die 26 Kantone (die schweizerischen Bundesländer).
Den Abend ließen wir bei einem leckeren Essen in einem Restaurant mit Panoramaausblick auf den herrlichen in der Dämmerung angestrahlt sich bläulich färbenden Rheinfall, ausklingen.Am nächsten Tag fuhren wir nach einem ausgiebigen Brunch zum Schloss Neuschwanstein bei Füssen.
Wahrend einer interessanten Führung erfuhren wir, dass es eines von insgesamt vier Schlössern ist, die der bayrische König Ludwig II, auch Märchenkönig genannt, bauen ließ. König Ludwig II hat Schloss Neuschwanstein nur als Baustelle kennen gelernt, da es erst zwei Tage nach seinem Tod in vereinfachter Form „fertig gestellt“ wurde. Mit der Innenraumgestaltung des Schlosses Neuschwanstein setzte der König seinem väterlichen Freund Richard Wagner ein Denkmal, dessen Opern sich in der aufwändigen Wandbemalung fast aller Räume wieder finden. An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich bei Petrus, der durch den ständigen Dauerregen eine Planänderung notwendig und so dieses Erlebnis möglich machte.
Abends kehrten wir in einem urgemütlichen bayrischen Restaurant am Fuße des Schlossberges ein und lernten schmackhafte Spezialitäten aus dem Allgäu kennen.
Es war Mitternacht, als wir auf einem Parkplatz einen Stopp einlegten, um einem überraschten Geburtstagskind mit Kerzen und vielen guten Wünschen zu gratulieren. Gegen 1:30 Uhr erreichten wir nach einem erlebnisreichen Tag unser Quartier.
Am nächsten Morgen gab es in Fortsetzung der Geburtstagsfeier janz frischen Quarkkucken aus der Landbäckerei in Weiler. Wegen Regens änderten wir abermals unseren Plan, den Affenberg in Salem zu besuchen. Stattdessen steuerten wir ein überdachtes Einkaufszentrum in Friedrichshafen an, das auf engstem Raum verschiedene Einkaufsmöglichkeiten sowie ein großes Kino zu bieten hatte. Dort verteilten wir uns entsprechend unseren jeweiligen Vorlieben, um zu bummeln, Kaffee zu trinken oder auch ins Kino zu gehen.
Die Insel Mainau war unser nächstes Ausflugsziel. Sie ist bekannt als "Blumeninsel" und mit 45 Hektar die drittgrößte Insel im Bodensee. Sie ist seit 1907 im Besitz des schwedischen Königshauses. Um sie vor Erbstreitigkeiten zu bewahren, wurde die Insel 1974 vom Besitzer Graf Lennart und der Gräfin Sonja Bernadotte in die Lennart-Bernadotte Stiftung gegeben.
Deshalb gehört sie nicht mehr zum schwedischen Staatsgebiet. Nach einem Spaziergang, bei dem jeder individuell die Insel erkunden konnte, warteten wir vor Europas größtem Schmetterlingshaus gespannt auf unsere Hostess, die mit uns auf „verbotenen“ Wegen zu einer Weinverkostung u. a. eine herrliche Allee aus Mammutbäumen durchschritt.
Die „Mainau“ ist die südlichste Weinregion Deutschlands, erfuhren wir wenig später im Restaurant „Schwedenschenke“. In einem sehr informativen und auch unterhaltsamen Vortrag lernten wir viel über Weinanbau, den Kampf gegen Parasiten und die Vielfalt möglicher Geschmacksrichtungen. So sollte einer der präsentierten Weine nach einem tropischen Obstkorb schmecken … hmm
Es wurde insgesamt fünf Weinsorten zur Verkostung angeboten,. Die Probe der verschiedenen Weine ergab, dass der so genannte „Inselwein“ unter unseren Weinkennern die beste Beurteilung bekam.
Nach einem kleinen Imbiss in einem kleinen Imbiss wanderten wir langsam zurück zu unseren Autos. Auf der Fußgängerbrücke, die die Insel mit dem Festland verbindet, fütterten wir mit großer Begeisterung Enten und Schwäne mit unseren übrig gebliebenen Brötchen vom Vortag.
Schon stand der letzte Tag auf dem Programm - die Zeit ist so schnell vergangen! Unser letztes Ausflugsziel sollte Dornbirn in Österreich sein. Die „Erklimmung“ des „Karren“ mit der Karren-Seilbahn wartete auf uns. Nach der knapp 10minütigen Fahrt auf den rund 1000m hohen Berg wurden wir mit einem herrlichen Mittagessen auf der Terrasse des Panoramarestaurants sowie einem traumhaften Aus- und Rundblick, der bis zum ca. 50 km entfernten Bodensee reichte, belohnt.
Wieder unten angekommen, besuchten wir das nur wenige Meter entfernt liegende weltgrößte Rolls Royce Museum Dornbirn, das eine beeindruckende Sammlung von ca. 100 Fahrzeugen auf insgesamt drei Ausstellungsebenen präsentiert. Leider nimmt die Enge der Räume den Ausstellungsstücken einiges von ihrer Wirkung, aber die Familie ist bereits auf der Suche nach einem größeren Objekt.
Wir ließen den Tag auf unserer Terrasse mit einem letzten Abendessen und der Vorbereitung von Lunchpaketen für den nächsten Tag ausklingen. Wie schnell die Zeit vergangen war …
Zum Abschied gab es am nächsten Morgen doch noch ein Frühstück auf unserer Terrasse, bevor wir gen Heimat aufbrachen.
Nach einer schier nicht enden wollenden Fahrt kamen wir alle dennoch gesund und na, ja munter gegen 22:30 in Potsdam an.
Ein ganz großer Dank geht zum Schluss, an die Organisatoren und Helfer: Gabi, Florian, Jan, Maik und Ilka!
Marcel Brenner / d. R.