Schulprojekt - Rollstuhlsport

Schulprojekt bringt Rollstuhlsport in Regelschulen.

Am 02. März 2004 führten wir im Rahmen des Schulprojekts “Toleranz durch Dialog” zum zweiten Mal ein Sportprojekt durch.

Mit insgesamt acht Rollstühlen im Gepäck, besuchten wir eine 5. Klasse in der Grundschule Saarmund. Das Projekt wurde auf Wunsch einer sehr engagierten Lehrerin initiiert, die das Schulprojekt schon seit einigen Jahren regelmäßig nutzt, um ihren Schülern das Thema “Leben mit Behinderung” näher zu bringen. Zu Beginn der Veranstaltung hatten die Kinder die Gelegenheit, offen und ehrlich alles zu fragen, was sie im Zusammenhang mit dieser Thematik interessierte. Und im Fall dieser 5.Klasse konnten wir oft gar nicht so schnell antworten, wie gefragt wurde.

Was fragen Kinder so?

Kindern, die in ihrem Leben noch nie in irgendeiner Weise mit dieser Thematik konfrontiert waren, ist die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung völlig fremd, und sie bewerten sie in der Regel auch als völlig unterschiedlich von ihrer eigenen Lebenssituation. Deshalb ist beispielsweise eine häufige Frage:

“Wie gestaltet Ihr Euren Alltag, habt Ihr auch Hobbys, könnt Ihr ins Kino gehen etc. ...”

Als vorläufig alle Fragen beantwortet waren, gingen wir zum praktischen Teil über. In zwei Gruppen machten sich nun die Schüler mit den Rollstühlen vertraut, machten erste Kippversuche und erklommen schließlich eine Matte. Ein Großteil der Klasse probt seit Anfang des Schuljahres gemeinsam in einer Tanzgruppe. Deshalb waren die Schüler sehr neugierig, zu erfahren, ob und wie man denn wohl mit dem Rollstuhl tanzen kann. Maik Franke und Ilka Bischoff gaben ihnen dazu eine improvisierte Kostprobe, die sehr bestaunt und bejubelt wurde. Auch die Schüler führten stolz einige kurze Tänze vor, die wir mit Beifallsstürmen honorierten. Den Abschluss dieser Unterrichtseinheit mit erlebnispädagogischem Charakter bildete das Basketball-Spielen: eine Aktion, die den Sportsgeist der jungen Akteure mächtig anstachelte. Tina Mäueler hielt die Rasselbande mit dem gestrengen Ton ihrer Schiedsrichterpfeife in Schach.

Das Projekt wird Wirkung zeigen, denn die Kinder können ihren Vorurteilen nun konkrete Erfahrungen entgegen setzen. Vorbeugen ist besser als heilen ...

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